Momentaufnahme KNX: Die Innovationskraft von 300 Herstellern im Rücken

Journal 1/14 KNX

Das vernetzte Haus: Für den Kunden Komfort und Energieeffizienz, für den Elektriker volle Auftragsbücher.

Mit KNX ist seit zwei Jahrzehnten ein Standard auf dem Markt, der breiten Rückhalt geniesst und anpassungsfähig auf neue Technologien ist. Durch seine Fähigkeit zur Energieeffizienz und Komfortsteigerung trifft er den Nerv der Zeit.

Seit 20 Jahren gibt es den Standard KNX, seit 2005 die professionell geführte Geschäftsstelle in der Schweiz. René Senn, Geschäftsführer des Verbandes KNX Swiss, ist überzeugt: «Was KNX ist, muss man nicht mehr erklären.» Das Geschäft floriert mit einem jährlichen Umsatzwachstum von rund zehn Prozent.

Die grosse Stärke von KNX ist die breite Unterstützung vom Hersteller bis zum Installateur. Hinter dem Standard steckt die Innovationskraft von 300 Herstellern, welche immer mehr KNX-kompatible Produkte anbieten. In der Schweiz und Liechtenstein zählt der Verband über 170 Mitglieder aus den Bereichen Hersteller, Planer, Systemintegratoren, Grosshändler, Handelsgesellschaften und Schulen.

Geräte kommunizieren miteinander

KNX kann man als Sprache verstehen. Es gibt verschiedene Hersteller, welche sich in ihrem Gebiet spezialisieren. «Die Geräte sprechen aber alle KNX und können deshalb miteinander kommunizieren», fährt Senn fort. «An einem einfachen Beispiel heisst dies Folgendes: Im Winter scheint die Sonne durch ein Fenster einer momentan nicht belegten Wohnung. Das System lässt die Jalousien bewusst oben, um die Sonnenstrahlen und deren Energie im Raum zu nutzen. Der Thermostat merkt, dass die Temperatur steigt und fährt die Heizung herunter. Im Sommer hätte dabei die Beschattung Priorität, die Technik denkt mit.»

Wer ins Geschäft der Bustechnik einsteigen möchte, ist zwar zu Beginn mit einem Aufwand konfrontiert. So müssen sich zum Beispiel die Installateure auf den Standard schulen lassen. Doch danach winkt ein gutes Geschäft. «Ich kenne Firmen, die von einem Mitarbeiter auf vier wachsen konnten», erläutert Senn. «Andere Firmen begannen, sich ausschliesslich auf KNX zu konzentrieren. Sie können gut davon leben, ihre Auftragsbücher sind voll.»

Interessenvertretung

Einen Überblick über das KNX-Geschäft in der Schweiz hat der Verband KNX Swiss. Er bündelt und vertritt die Interessen seiner Mitglieder. «Zentral ist das Vertrauen in die Technik», so Senn. «KNX ist nachhaltig und hochwertig. Diese Botschaft verbreiten wir.» In naher Zukunft konzentriert sich der Verband vor allem auf die Kommunikation und die Qualitätssicherung.

Seit letztem Herbst ist die KNX-Swiss-Website auf Deutsch, Französisch und Italienisch verfügbar, es gibt eine App, und das Magazin, die Bus News, wurde um eine Ausgabe jährlich auf vier erweitert. Für die Qualitätssicherung erstellt KNX Swiss Hilfen und Tools, um die Installation von KNX-Projekten zu vereinfachen. «Wenn ein Projekt scheitert, wirft dies ein schlechtes Licht auf den Standard. Auch wenn der Fehler bei der Installation und nicht bei den Geräten lag», erklärt Senn. Allgemein setzt sich der Verband auch ein, dass KNX in den Berufsschulen unterrichtet und dass Gebäudeautomation in Neubauten üblich wird.

Zukunftstauglich

Die Zukunftsaussichten für KNX sind gut, nicht nur aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Energieeffizienz und Komfort. «Die Technologie ist sehr flexibel und anpassungsfähig. Selbst Anlagen, die vor 20 Jahren erstellt wurden, lassen sich heute zum Beispiel mit einer sehr einfachen Mobiltelefonsteuerung erweitern. KNX wächst mit, und das ist perfekt so.»

Weitere Informationen:
KNX Swiss, Geschäftsstelle
Technopark Winterthur,
Technoparkstrasse 2,
CH-8406 Winterthur
Tel. +41 52 202 72 60
Fax +41 52 202 72 61
knx@knx.ch



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