Am Strommarkt: Die Wege der Energiewende

PV Gross

Foto: Business Wire

Wenn Geräte in Gebäuden miteinander vernetzt werden und daraus intelligente Systeme entstehen, erweitern sich auch die Spielräume für die eigene Energieproduktion. Ein Trend in den USA und ein Projekt in Japan zeigen, wohin die Reise gehen könnte.

Seit viele Staaten beabsichtigen, aus der Atomenergie auszusteigen, Klimaziele zu erfüllen oder unabhängiger von fossilen Treibstoffen zu werden, haben die erneuerbaren Energien und allen voran die Photovoltaik an Bedeutung gewonnen.

Indem sich jedoch die Schwerpunkte in der Energieerzeugung verschieben, treten andere Probleme zum Vorschein. Zum Beispiel die hohen Schwankungen bei der Produktion, da sie abhängig von der Tageszeit oder vom Wetter ist.

Die nächsten notwendigen Schritte auf dem Weg zur Energiewende sind deshalb der Aufbau von intelligenten Stromnetzen und Energiespeicherungen. Ein Blick über den Atlantik und den Pazifik zeigt, wie wir in Zukunft mit der Energie umgehen könnten.

USA: Energiemanagementsysteme senken Kosten

In den USA haben zwei vorherrschende Marktbedingungen zu einem neuen Trend geführt: Auf der einen Seite herrschen zu Spitzenzeiten Versorgungsengpässe, auf der anderen Seite bieten die Energieversorger den Strom zu variablen Tarifen an.

Intelligente Gebäudeleitzentralen richten nun ihren Verbrauch an der Produktion aus, nicht mehr umgekehrt, wie es bisher der Fall war.

Ein Energiemanagementsystem verbindet eine Photovoltaik-Anlage mit einem Stromspeicher oder einer Wärmepumpe. Anhand des Verbraucherverhaltens und der Wetterprognosen erkennen die Systeme, wie die Energieerzeugung, -speicherung und der Verbrauch am effizientesten gesteuert und damit auch Kosten gesenkt werden können.

Denn wenn Solar- und Windstrom im Überfluss erzeugt wird, ist Elektrizität besonders billig. Die Gebäudeleittechnik startet dann die Anlagen und Speicher. Nachts und bei Flaute dagegen, wenn der Strom teuer ist, werden die Elektrogeräte so weit wie möglich gedrosselt oder abgeschaltet.

Gerade in Ländern mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien bringt dies wirtschaftliche Vorteile.

Japan: Smart Homes werden zur Smart City

Unter der Federführung des Elektronikkonzerns Panasonic ist in Japan eine zukunftsweisende Stadt entstanden.

50 km westlich von Tokio sollen in der „Fujisawa Sustainable Smart Town“ bald rund 3‘000 Bewohner wohnen, arbeiten und vor allem eines: nachhaltig Leben. Denn die Stadt kommt nahezu ohne CO2-Emmissionen aus und versorgt sich weitgehend selbst mit Energie.

Ihr liegt ein Konzept des Erzeugens, Speicherns, Verwaltens und Sparens von Energie zugrunde, in dem alle rund 1‘000 Gebäude miteinander verbunden sind. Es kommen Energielösungen und intelligente Elektrogeräte zum Einsatz wie Solarzellen, Wärmepumpen, Lithium-Ionen-Akkus, LEDs und energieeffiziente Haushaltsgeräte.

Die ersten Bewohner sind bereits Anfang 2014 eingezogen. Fertig gebaut sein soll die Stadt 2018.

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