Von Leidenschaft und Enthusiasmus angetrieben

Portrait Filiale St.Gallen

Journal 2/16 SG gross

Seit 1937 sind wir als Grosshändler in St.Gallen tätig. Heute sind rund 50 Mitarbeitende am Standort an der Edisonstrasse tätig, um Kunden aus den Regionen Thurgau, St.Gallen, Appenzell und Graubünden zu beliefern. Wir haben drei von ihnen begleitet.

Es ist kurz vor sieben an diesem Dienstagmorgen in Herisau. Die Sonne steht schon weit oben am Himmel und wie so oft im Spätfrühling ist es noch etwas frisch um diese Zeit. Doch schon kurz nach seiner Abfahrt wird Michael Etter die Heizung seines VW Passats herunterfahren können. Er biegt aus der Garageneinfahrt in die Hauptstrasse und steuert in Richtung seines ersten Kundenbesuches nach Wattwil. «Seit Januar 2008 bin ich für Winterhalter + Fenner im Aussendienst tätig», berichtet er. «Das sind jetzt bereits über acht Jahre.»

In der Filiale St.Gallen ist Manuel Rechsteiner gerade im Büro des Verkaufs-Innendienstes angekommen. Bis die Telefonleitungen öffnen, beginnt er die Aufträge abzuarbeiten, die seit dem Büroschluss am Vortag eingegangen sind. Das Herzstück seiner Arbeit sind die zwei Bildschirme, über die er effizient im Warenwirtschaftssystem und im Webshop arbeiten kann. Zudem liegen an seinem Arbeitsplatz der Eldas- und die Winterhalter + Fenner-Kataloge sowie ein Headset, sodass er beide Hände frei hat, wenn er am Telefon ist. «Der Innendienst zeichnet sich durch ein breites Aufgabengebiet aus», erzählt er: «Ich bin zuständig für Anfragen, treffe Abklärungen, unterstütze und berate unsere Kunden beim Bestellvorgang».

Journal 2/16 SG Manuel

Löst Manuel Rechsteiner eine Bestellung aus, landet sie im Lagerbüro bei Markus Meier, stellvertretender Lagerleiter. In der Logistik herrscht Hochbetrieb. Der LKW eines Herstellers steht an einer Rampe und es rattert in der ganzen Lagerhalle, wenn der Chauffeur die Ware mit dem Handhubwagen über den gerippten Boden der Hebebühne fährt. Logistik-Mitarbeitende eilen zwischen Lager, Laden und Rüstzone hin und her, verpacken die Bestellungen und bereiten die Lieferungen für die nächste Autotour vor. «Alle erfassten Aufträge des Innendienstes gehen durch meine Finger», erklärt Markus Meier. «Ich verteile die Aufträge auf die verschiedenen Rüstzonen und teile wenn nötig das Personal ein.»

Routiniert im Hochbetrieb

In Wattwil neigt sich der Kundentermin von Michael Etter dem Ende zu. Beim Gespräch über Lieferungen, Konditionen und Aufträge hilft ihm seine langjährige Erfahrung im Aussendienst. Denn bevor er bei Winterhalter + Fenner begann, hatte er bereits rund 4 Jahre als Kundenberater gearbeitet. Nach dem formellen Teil fachsimpelt er noch gerne über die Elektrobranche, über Themen, die seinen Kunden unter den Nägeln brennen, und über die Zeit, als er selbst noch als Elektromonteur unterwegs war. «Man kann schon sagen, dass sich unsere Arbeit in den letzten Jahren verändert hat», beginnt er. «Früher hatten wir noch mehr mit der direkten Bestellabwicklung zu tun. Heute können wir auch mal Troubleshooter sein. Wir sind die erste Ansprechperson für unsere Kunden, egal in welchen Belangen.» Sein nächster Termin treibt ihn östlich nach Buchs, was sich geografisch ungefähr im Zentrum seines Einzugsgebietes befindet, das sich von St.Gallen über Appenzell Ausserrhoden bis ins Fürstentum Liechtenstein erstreckt.

Währenddessen laufen im Büro der Filiale St.Gallen die Drähte heiss. Dort stellt man ebenfalls fest, dass einfache Bestellungen seltener geworden sind. Diese tätigen die Kunden direkt über die Mobile App oder den Webshop. Hingegen rufen Kunden an, wenn sie eine Beratung benötigen, komplexe Aufgabenstellungen haben oder sich vertieft über ein Produkt informieren möchten. Dafür sind sie beim Innendienst an der richtigen Stelle, wo sie stets einen Fachmann oder eine Fachfrau am Telefon haben. So auch Manuel Rechsteiner: «1999 habe ich meine Lehre als Elektromonteur begonnen und arbeitete danach noch drei Jahre im Betrieb weiter. Später wechselte ich in den Grosshandel und kam im Dezember 2008 zu WF. Der Technische Kaufmann mit eidgenössischem Fachausweis, den ich berufsbegleitend absolviert habe, ist mir bei meiner Arbeit auch immer wieder nützlich.»

Journal 2/16 SG Markus

Um halb zehn wird es im Lager noch einmal hektisch. Durch seine Aufgaben ist Markus Meier ausserdem dafür verantwortlich, dass alle Chauffeure pünktlich losfahren können. Vor allem am Mittag ist eine gute Koordination nötig, damit alle Kunden der zweiten Liefertour ihr Material rechtzeitig erhalten. Dank seiner langjährigen und vielseitigen Erfahrung erledigt er diese Spitzenbelastungen jeweils gelassen. «Ich habe bei WF bereits die Lehre absolviert und daher schon in allen Abteilungen gearbeitet.» Dadurch kennt er den Lagerbetrieb wie seine Westentasche. «Ich bin oft in Kontakt mit dem Innendienst, wenn Bestellungen angepasst werden, mit den Chauffeuren, damit das Material richtig ausgeliefert wird, und natürlich mit den Kollegen im Lager, wenn ich Bestände inventiere, kommissioniere oder versuche, das Lager zu optimieren.» Der Logistik-Experte war zudem schon als Ersatzchauffeur im Dienst und hat Lieferungen über Nacht und am Nachmittag zugestellt.

Dem Feierabend entgegen

Über den Hügeln des Appenzellerlandes dämmert es bereits. Michael Etter befindet sich auf dem Weg nach Hause zu seiner Frau und den beiden Kindern. Heute hat er es nicht mehr ins Büro der Filiale geschafft. «Doch das ist es, was ich an meiner Arbeit gerade so mag», entgegnet er. «Ich bin sehr selbständig, fast schon ein Unternehmer im Unternehmen, habe klare Aufgaben und kann meinen Tag aber so planen, wie ich es möchte. Ich könnte mir nicht vorstellen, den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu verbringen. Ich bin gerne jeden Tag auf Achse und treffe andere Leute.» Dafür trifft der diplomierte Kaufmann und Marketingplaner mit seinem Arbeitsbereich und der Unternehmenskultur ideale Voraussetzungen an. «WF hatte ich seit meiner Zeit als Elektromonteur gut in Erinnerung. Ich mag den innovativen Geist der Firma, die positiven Veränderungen und dass wir immer Neues kreieren. Mein Interesse gilt ausserdem der Technik und dem Handwerklichen, was sich in meinem Arbeitsfeld ideal kombiniert.»

Journal 2/16 SG Michael

Die Büros im Innendienst schliessen um 17:30 Uhr. «So lange haben wir offen, damit wir die Elektriker nach ihrer Arbeit bei Bestellungen für den nächsten Tag beraten können», erklärt Manuel Rechsteiner. Da er heute Frühschicht hat, endet sein Arbeitstag jedoch bereits eine halbe Stunde früher. Es sind die Kontakte und Aufgaben der vergangenen Stunden, die ihn jeden Tag anspornen. «Mir gefallen die täglichen Herausforderungen, die ich antreffe und die nie die gleichen sind.» Kommt hinzu, dass er seit Januar 2011 stellvertretender Innendienstleiter ist und noch mehr Verantwortung übernehmen durfte.

Zu diesem Zeitpunkt nimmt auch Markus Meier seinen Heimweg nach Zuzwil in Angriff, wo er vor wenigen Wochen mit seiner Freundin hingezogen ist. Seine Schicht endete um 17 Uhr und einer seiner Teamleiter-Kollegen übernahm den Abschluss der heutigen Lagerarbeit. Nicht nur die Schichtpläne im Lager sind dichter geworden, die Arbeit insgesamt ist komplexer als noch zu seiner Lehrzeit. «Heute sind die Abläufe strukturierter und dank Hilfsmitteln wie Barcode und Scanner wird alles digital erfasst und ist einfach per Mausklick nachvollziehbar. Das ist auch notwendig. Sonst könnten wir unsere Dienstleistungen nicht ständig ausbauen und Kunden zum Beispiel mit ‹Track and Trace› eine Sendungsverfolgung anbieten.»

Den wohlverdienten Feierabend geniessen sie zu Hause, schauen sich vielleicht noch den Champions-League-Viertelfinal an und morgen stehen sie wieder bereit, um sich mit Engagement und Leidenschaft für die Kundenbedürfnisse einzusetzen.

Die Filiale St.Gallen erreichen Sie an der Edisonstrasse 5, unter 071 314 77 77 oder verkauf_sg@w-f.ch.