So vernetzen Sie ein Zuhause

Gebäudeautomation

Journal 3/16 Smart Home gross

Möchte ein Eigenheimbesitzer sein Zuhause zu einem «Smart Home» vernetzen, stehen Ihnen vier Alternativen zu KNX zur Verfügung. Wir stellen sie Ihnen vor.

Sie möchten ein Auto kaufen, aber nicht gleich einen Rolls Royce? Bei der Gebäudeautomation stellt sich im übertragenen Sinne die gleiche Frage. Viele Eigenheimbesitzer sind auf den Geschmack eines vernetzten Zuhauses gekommen und wünschen sich die Flexibilität, den Komfort, die Sicherheit und Energieeffizienz, die sie dadurch erhalten.

Selbst wenn ein Rolls Royce in Ästhetik und Komfort in der höchsten Liga spielt, um von A nach B zu kommen, erfüllt auch ein Mittelklassewagen seinen Zweck. So gehören die Möglichkeiten und Funktionalitäten von KNX unbestritten zur Spitze, doch für den Wohnbau übersteigt der Planungs- und Programmieraufwand des weltweiten Standards oftmals die Bedürfnisse des Auftraggebers.

Aus diesem Grund begannen die Hersteller Produkte zu entwickeln, die eine intelligente Verknüpfung der Gewerke in einer Wohnung ermöglichen, jedoch nur einen geringen Mehraufwand bei der Installation mit sich bringen.

In diesem Bericht präsentieren wir Ihnen Gebäudeautomationslösungen von vier Herstellern. Damit können Sie eine Wohnung oder ein Haus komplett ausrüsten und vernetzen, ohne dass Sie Programmierkenntnisse benötigen.

Modelle und Schulungen

Möchten Sie Ihrem Kunden diese Lösungen vor Ort präsentieren, laden wir Sie gerne in unseren Elektrikerladen in Colombier oder Rothenburg ein. An einer Ausstellungswand haben wir Beispiele nachgebaut und erklären Ihnen gerne die Funktionsweise und das Zusammenspiel der Komponenten.

Zudem organisieren wir mit allen Herstellern regelmässig Schulungen, an denen Sie die Lösungen und deren Installation kennenlernen. Besuchen Sie dazu unsere Website oder abonnieren Sie unseren Newsletter, um nichts zu verpassen.

free@home | ABB

Journal 3/16 Smart Home ABB gross
Journal 3/16 Smart Home ABB Panel

ABB brachte ihre Gebäudeautomationslösung unter dem Namen „free@home“ auf den Markt. Die Installation erfolgt über Kabel und wird demnächst auch über Wireless möglich sein. Die Programmierung kann der Installateur über seinen Computer oder per Mobile App vornehmen. Die Bedienung erfolgt ebenfalls über die Mobile App, Sprachsteuerung oder ein Bedienpanel, das in zwei Grössen erhältlich ist. Mit „free@home“ lassen sich Licht, inklusive Lichtsystem «Philips Hue», Heizung und Klima mit Wetterstation, Jalousien, Türsprechanlage sowie Alarm integrieren. Die Intelligenz von „free@home“ ist dezentral in den Geräten. Nach der Installation können die Anwender selbständig Konfigurationen vornehmen und auch von unterwegs auf das System zugreifen. ABB bewirbt ihre Lösung wie folgt: «Die Installation von free@home lässt sich zentral oder dezentral aufbauen, wobei die Topologie von Bus-, Stern- und Baumtopologie flexibel ist. Sowohl für die Projektierung und Inbetriebnahme als auch für die spätere Bedienung wird keine spezielle Software benötigt - die Konfiguration erfolgt über den Internet-Browser eines Computers oder die kostenlose free@home-App. Zudem kann das ABB-Welcome-Türkommunikationssystem eingebunden werden.»

zeptrionAIR | Feller

Journal 3/16 Smart Home Feller gross
Journal 3/16 Smart Home Feller Panel

Feller, für Schalter und Steckdosen bekannt, führt ebenfalls eine Lösung zur Vernetzung des Zuhauses. «zeptrionAIR» kann über ein Kabel sowie Wireless installiert werden. Die Programmierung wie auch die Bedienung erfolgt über eine Mobile App. Zusätzlich ist ein Bedienpanel im Angebot. zeptrionAir ist ein offenes IP-System, in das sich Licht (inkl. Dali-Leuchten), Leuchten, Jalousien wie auch Musik einbinden lassen. Die Intelligenz des Systems ist entweder dezentral in den Geräten oder kann zentral in einem Smart Home Server liegen. Die Bewohner können selbständig Konfigurationen vornehmen und es ist ein Fernzugriff möglich. Mit den Worten des Herstellers wird «mit zeptrionAIR die Automation in Wohnung oder Einfamilienhaus zum Kinderspiel. Szenen, Zentralschaltungen, zeitgesteuertes Schalten oder Anwesenheitssimulation: Für all dies benötigen Sie lediglich WLAN und ein Smartphone oder Tablet. Die Installation erfolgt im gewohnten Rahmen.»

KNX easy | Hager

Journal 3/16 Smart Home Legrand gross
Journal 3/16 Smart Home Hager Panel

Hager hat eine Smart Home Lösung unter dem Namen «KNX easy» entwickelt. Installiert werden kann sie über Kabel oder über Funk (Radio Frequency). Die Programmierung erfolgt über einen Computer oder per Mobile App. Die Bewohner können ihr Zuhause danach ebenfalls über Mobile App oder ein Bedienpanel steuern. Es lassen sich Licht, Heizung und Klima, Jalousien, Türsprechanlage und Musik integrieren. Die Intelligenz des Systems sitzt jeweils in den Geräten. Ist in der Installation der KNX easy Inbetriebnahme-Server berücksichtigt, können die Bewohner selbständig Konfigurationen vornehmen. Ebenfalls ist ein Fernzugriff möglich. Für Hager ist «KNX easy die einfachste und schnellste Art, KNX zu konfigurieren, und erleichtert somit dem Installateur den Einstieg in die Gebäudesystemtechnik erheblich. Durch die Verwendung des KNX Standards bietet KNX easy somit einen Investitionsschutz für die Endkunden und den Installateur. Sobald die KNX easy Inbetriebnahme durchgeführt und abgeschlossen wurde, kann mittels Export die domovea Visualisierung automatisch und somit gratis erstellt werden.»

MyHome | Legrand

Journal 3/16 Smart Home Legrand gross
Journal 3/16 Smart Home Legrand Panel

Legrand führt eine Lösung für das vernetzte Wohnen unter dem Namen «MyHome». Die Installation erfolgt über Kabel oder über Funk (Zigbee). Die Programmierung wird über Konfiguratoren oder App vorgenommen, die Anwender steuern die Installation danach über eine Mobile App oder ein Bedienpanel. In das System integriert werden können Licht, Heizung und Klima, Jalousien, Türsprechanlage, Musik und Alarm. Die Intelligenz bei «MyHome» sitzt ebenfalls dezentral in den Geräten. Nach der Installation können die Bewohner sowohl Konfigurationen definieren wie auch von unterwegs auf das System zugreifen. Aus Sicht der Firma Legrand «trumpft MyHome dadurch auf, dass sowohl die Raumautomation, Video-Türsprechanlage, Multiroom Audiosystem, Alarmanlage und Temperaturmanagement oder Hotel-Zimmer-Lösungen im gleichen Design vereint sind. Einfache Adressierung mit einer einfachen App oder mit steckbaren Konfiguratoren. Es sind keine PC-Kenntnisse notwendig.»

Die Smart Home Lösungen der Hersteller im Überblick

Hersteller ABB Feller Hager Legrand
Bezeichnung der Lösung free@home zeptrionAIR WLAN ( offen über IP) KNX easy MyHome
Installationsarten
Kabelgebunden Bus-Kabel Twisted Pair Konventionelles Kabel Bus-Kabel Twisted Pair Bus-Kabel Twisted Pair
Kabellos Wireless (Meshed Network) Wireless Funk (Radio Frequency) Funk (Zigbee)
Programmierung des Installateurs über Computer, Mobile App Mobile App Computer, Mobile App Computer, Mobile App
Konfiguration durch Anwender möglich Ja Ja Ja* Ja
Bedienung des Anwenders Mobile App Mobile App Mobile App Mobile App
Bedienpanel möglich Ja Ja Ja Ja
Fernzugriff durch Anwender Ja Ja Ja Ja
Welche Gewerke können integriert werden
Licht Ja (inkl. Philips Hue) Ja (inkl. Dali-Leuchten) Ja Ja
Heizung/Klima Ja - Ja Ja
Jalousien Ja Ja Ja Ja
Türsprechanlage Ja - Ja Ja
Musik - Ja Ja Ja
Alarm Ja - - Ja
Wo ist die «Intelligenz» im System Dezentral in den Geräten Dezentral in den Geräten oder zentral im Smart Home Server Dezentral in den Geräten Dezentral in den Geräten

* wenn KNX easy Inbetriebnahme-Server in der Installation verbaut wird.

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